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	<title>Strange Stories</title>
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	<description>Kurzgeschichten aus allen Genres</description>
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		<title>Strange Stories</title>
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		<title>Arbeitsnachweis</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 13:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsnachweis]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo! Da ich derzeit ausschließlich an Kurzgeschichten arbeite, die ich bei diversen Anthologien einreichen will, wird es etwas dauern, bis hier wieder eine erscheint. Aufgeschoben ist abern icht aufgehoben.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=27&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo!</p>
<p>Da ich derzeit ausschließlich an Kurzgeschichten arbeite, die ich bei diversen Anthologien einreichen will, wird es etwas dauern, bis hier wieder eine erscheint. Aufgeschoben ist abern icht aufgehoben. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/27/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=27&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Auf der Flucht</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jan 2011 02:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Lustige Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auf der Flucht]]></category>
		<category><![CDATA[lustige Kurzgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Flucht   Fünf Minuten nachdem ich Platz genommen habe, sehe ich ihn zum ersten Mal. Entspannt beobachte ich ihn dabei, wie er einen Anwesenden nach dem anderen abklappert. „Bis er bei mir ist, bin ich über alle Berge“, denke ich beruhigt und schaue dem dicklichen Kerl amüsiert weiter zu. Kurze Zeit später bemerke [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=23&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der Flucht</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Fünf Minuten nachdem ich Platz genommen habe, sehe ich ihn zum ersten Mal. Entspannt beobachte ich ihn dabei, wie er einen Anwesenden nach dem anderen abklappert. „Bis er bei mir ist, bin ich über alle Berge“, denke ich beruhigt und schaue dem dicklichen Kerl amüsiert weiter zu.</p>
<p>Kurze Zeit später bemerke ich: Der Typ ist schnell. Wenn ich jetzt nicht gleich etwas unternehme, hat er mich schon bald erwischt. Betont lässig und gemächlich erhebe ich mich von meinem Sitzplatz und schlendere in Richtung Tür. Äußerlich mache ich einen völlig ruhigen Eindruck, innerlich werde ich aber langsam zum Vulkan. Vor mir steht ein alter Mann, der seelenruhig den ganzen Gang in Beschlag nimmt, weil er noch nicht entschieden hat, wo er sich hinsetzen soll. Großartig, das hilft mir auch nicht dabei, mich zu beruhigen.</p>
<p>Schließlich reicht es mir. Wenn ich hier noch weg will, dann hat der alte Sack eben Pech gehabt. Energisch dränge ich den friedhofsblonden Tattergreis in eine Gruppe von Jugendlichen, die meine Aktion mit einer lautstarken Schimpftirade quittieren. Mit einer Handbewegung gebe ich ihnen zu verstehen, wo sie sich ihre Vorschläge zur Verbesserung meiner Manieren hinstecken können. Ein Blick zurück und ich stelle erfreut fest, dass ich mindestens fünf Meter gewonnen habe. Allerdings wirft mir der Dicke schon unheilschwangere Blicke zu und da ich keine Lust auf eine Unterhaltung habe, gehe ich sofort weiter.</p>
<p>Ungeduldig starre ich die Tür an und warte darauf, dass sie sich endlich öffnet. Schon nach kurzer Zeit wird mir klar: Hier kann ich nicht bleiben, ich muss noch ein Stück weiter gehen. Wild entschlossen, mich nicht fangen zu lassen, schiebe ich mich elegant an einem Paar mittleren Alters vorbei und weiche dabei noch geschickt dem jungen Mädchen aus, das gerade mit Schwung seinen Schulranzen schultert und mir damit beinahe einen Kinnhaken verpasst. Chinesische Schlangenmenschen sind nichts gegen mich!</p>
<p>Endlich erreiche ich die rettende Tür. Erfreut stelle ich fest, dass der Dicke nicht schnell genug bei mir sein wird. Was mich allerdings stutzig macht, ist sein etwas schadenfroh aussehendes Lächeln. Ich ahne schlimmes. Wieso müssen solche Leute aber auch immer paarweise auftreten! Ich will mich mit einem verzweifelten Hechtsprung durch die sich öffnende Tür retten, als mich rot lackierte Fingernägel von hinten an der Schulter packen. Während ich mit erstaunlicher Kraft herumgedreht werde, höre ich die Worte, denen ich so gerne entkommen wollte: „Ihren Fahrschein bitte, junger Mann!“</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/23/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=23&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein Job wie jeder andere</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 15:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spannende Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auftragskiller]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Job wie jeder andere]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum wiederholten Mal öffne ich meinen großen schwarzen Rucksack und gehe die Liste mit den Dingen durch, die ich heute Nacht brauchen werde: Zwei lange Messer. Eine kleine Axt. Handschellen. Ein Seil. Die Pistole (mit Schalldämpfer). Der Defibrillator. Eine Zange. Mehrere Bettlaken. Ein sehr dicker Matratzenschoner. Putzmittel (sehr ätzend, aber effektiv). Und meine manikürten Hände. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=17&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum wiederholten Mal öffne ich meinen großen schwarzen Rucksack und gehe die Liste mit den Dingen durch, die ich heute Nacht brauchen werde: Zwei lange Messer. Eine kleine Axt. Handschellen. Ein Seil. Die Pistole (mit Schalldämpfer). Der Defibrillator. Eine Zange. Mehrere Bettlaken. Ein sehr dicker Matratzenschoner. Putzmittel (sehr ätzend, aber effektiv). Und meine manikürten Hände.<br />
„Alles da!“, denke ich mit einem Blick auf meinen zweiten (noch größeren) Trolley und kann mir ein gehässiges Grinsen nicht verkneifen. Ich nutze die mir noch bleibende Zeit, um den Plan noch einmal durchzugehen. Das Haus von Thomas Bergmann liegt weit außerhalb der Stadt, direkte Nachbarn hat er keine. Ein unbemerktes Einbrechen wird also kein Problem darstellen. Um zwei Uhr früh sollte das Opfer bereits in seinem Bett liegen (schließlich muss Thomas morgen früh zur Arbeit). Ihn im Schlaf zu überwältigen wird mir nicht schwer fallen.<br />
Dann beginnt der interessante Teil. Meine Klienten haben sich nämlich gewünscht, dass der Auftrag auf keinen Fall zu schnell ausgeführt werden darf. Ich sehe die beiden immer noch vor mir, wie sie mit zittriger Stimme ihre Geschichte erzählen. Die Frau sieht mit ihren Tränensäcken aus, als hätte sie nächtelang nicht geschlafen. Ihr Mann ist eine ausgemergelte kleine Gestalt, die zwanzig Jahre älter wirkt, als sie in Wahrheit ist. Man kann den beiden das Leid, das ihnen widerfahren ist, ansehen. Die Frau hält mir das Foto eines ungefähr 18 Jahre alten Mädchens entgegen. „Das ist …war…meine Tochter Erika“, erzählt sie mir mit tränenerstickter Stimme. Ich reiche ihr mit einer beiläufigen Geste ein Taschentuch. Langsam berichtet sie mir von ihrem Kind. Von der strahlenden Zukunft, die ihrer Tochter bevorstand. Von ihrem freundlichen Wesen. Das alles hatte das Zielobjekt in nicht einmal sechs Stunden zunichte gemacht. Irgendwann an diesem für sie verfluchten Abend vor zwei Monaten muss er sie angesprochen und in sein Auto gezerrt haben. Stundenlang hat er sie missbraucht. Sie vergewaltigt. Ihr die Zunge herausgeschnitten. Sie gefoltert. Und am Ende erschlagen. Spuren und Hinweise, die auf Thomas Bergmann hinwiesen, gab es mehr als genug. Aber jemand bei der Polizei ließ nach und nach alle Beweise verschwinden. Als dann der Chef der Abteilung für Sexualverbrechen plötzlich einen neuen Porsche fuhr, war auch klar, wer das getan hat. In ihrer Verzweiflung haben sich Erikas Eltern schließlich an mich gewandt. Jetzt stehen sie vor mir und wollen, dass ich dem Peiniger und Mörder ihres einzigen Kindes seine eigene Medizin kosten lasse. Emotionslos betrachte ich Erikas Foto und anschließend ein Bild von Thomas Bergmann. Seine Adresse steht auf der Rückseite. Ich verspreche den beiden, dass das Zielobjekt in einer Woche nicht mehr am Leben sein wird, nenne den Klienten meinen üblichen Preis und empfehle ihnen, sich für den fraglichen Abend ein Alibi zu verschaffen. Das war vor sechs Tagen.<br />
Ich parke den gestohlenen Wagen nicht direkt vor Thomas‘ Haus und gehe die letzten Meter mit meinem Gepäck zu Fuß. Es ist mittlerweile 1 Uhr 52. Als ich die Wohnung des Zielobjektes erreiche, verschlechtert sich meine Laune augenblicklich. Mein Ziel ist erstens noch wach und zweitens nicht allein. Durch das offene Schlafzimmerfenster im ersten Stock höre ich lautes Lachen und Gläserklirren. Offenbar hat Thomas Damenbesuch. Eigentlich kein Problem, aber ich musste meinen Klienten versprechen, dass bei der Aktion keine Unbeteiligten getötet werden. Dann höre ich folgenden Satz aus dem Fenster: „Ich gehe nach unten und hole noch eine Flasche!“ verkündet eine mädchenhafte Frauenstimme. Das ist meine Gelegenheit. Ich werfe mein Gepäck über den Gartenzaun und springe schnell hinterher. Ein offenes Kellerfenster erleichtert mir meine Arbeit ungemein und keine 30 Sekunden später stehe ich im Keller des Zielobjekts. Die offene Kiste mit den Champagnerflaschen verrät mir, dass mit „nach unten“ offensichtlich nicht die Küche gemeint war. Ich verstecke mich hinter dem Kellereingang und lausche ihren langsam die Treppe herunterkommenden Schritten. Die Tür geht auf und bevor sie das Licht einschalten kann, raube ich ihr mit einem dosierten Hieb auf den Hinterkopf das Bewusstsein. Sanft fange ich ihren zusammensackenden Körper auf. Als ich einen der großen Wandschränke öffne, um sie hineinzulegen, trifft mich fast der Schlag. Thomas, du perverses Schwein! Wenn ich gewusst hätte, was du hier für ein beeindruckendes Sortiment versteckst, hätte ich meine eigenen Folterinstrumente daheim gelassen. „Wahrscheinlich habe ich dir heute dein Leben gerettet, weißt du das?“ murmle ich der immer noch bewusstlosen Kleinen zu, während ich sie in den Schrank lege. Einer Eingebung folgend entscheide ich mich dafür, dass Thomas‘ präparierte Nagelrolle und seine Peitsche heute Nacht ebenfalls zum Einsatz kommen. Ich verschließe die Schranktüren und schiebe einen Besenstiel zwischen die Türgriffe um sie zu blockieren. Dann ziehe ich noch schnell den Trolley und den Rucksack durch das Fenster, verstaue Thomas&#8217; Spielzeug, schraube den Schalldämpfer auf meine Pistole und warte darauf, dass Thomas sich auf die Suche nach seiner Freundin macht. Es dauert keine fünf Minuten, da höre ich ihn schon: „Schatz? Was dauert denn so lange? Schatz?“ Thomas betritt den Keller und ich halte ihm von hinten meine Waffe an den Kopf: „Wenn du dich umdrehst, bist du tot!“ Thomas lässt vor Schreck sein Champagnerglas fallen. Tausend kleine Scherben verteilen sich über den Fußboden. „W…W…Wo…ist Sandra?“ stammelt er. „Die macht es sich im Schrank bequem“, antworte ich lapidar, „Wir zwei gehen jetzt ins Schlafzimmer. Und merk dir eins: Eine falsche Bewegung und ich schieße dir in den Hinterkopf.“ Thomas glaubt offenbar, dass er die Sache überleben könnte, wenn er tut was ich sage und setzt sich langsam in Bewegung. „Mein Geld befindet sich in einer Schatulle im Wohnzimmer. Sie können es haben, nehmen sie es sich!“ fleht er mich an. Ich antworte nicht und drücke ihm die Pistole in den Rücken, während ich ihm mit meinem Trolley in der Hand und dem Rucksack auf dem Rücken folge.</p>
<p>Oben angekommen betreten wir ein luxuriös eingerichtetes Schlafzimmer mit einem großen Bett in der Mitte. Thomas hat, bevor er nach unten ging, noch das Fenster geschlossen und die Jalousien heruntergelassen. Sehr nett von ihm. Ohne mein Zielobjekt aus den Augen zu lassen, öffne ich den Reißverschluss meines Rucksacks, krame die Bettlaken sowie den Matratzenschoner hervor und werfe die Sachen Thomas an den Kopf. „Du wirst jetzt sämtliche Decken und Kissen vom Bett räumen und die Matratzen damit beziehen.“ „W…W…Wieso…?“ Während Thomas seine Frage stottern möchte, spanne ich den Hahn meiner Waffe und verleihe meiner Forderung so etwas Nachdruck. Er verstummt mitten im Satz und beginnt, sichtlich irritiert, damit, meinen Befehl auszuführen. 15 Minuten später ist er fertig. „Ausziehen. Bis auf die Unterhose“, sage ich mit einem leicht belustigten Tonfall. Thomas rührt sich nicht. „H…H…H…Hören sie, ich h…h…h…habe ihnen doch schon gesagt, wo mein G&#8230;G….Geld…“, „Thomas“, unterbreche ich ihn ruhig. Beim Klang seines Namens fährt er erschrocken und überrascht zusammen. „Darf ich dir eine Frage stellen? Wie groß ist deiner Meinung nach die Chance, dass jemand wie ich, die einen Schalldämpfer auf ihrer Waffe hat und dich dazu zwingt, dein Bett frisch zu beziehen, nichts weiter vorhat, als einen gewöhnlichen Diebstahl?“ Thomas gibt mir keine Antwort, aber der sich schnell vergrößernde dunkle Fleck im Schritt seiner Hose verrät mir, dass er mich verstanden hat.<br />
Dann geht plötzlich alles sehr schnell. Mit einem verzweifelten Aufschrei versucht Thomas, an mir vorbeizulaufen. Der Schalldämpfer macht den Schuss in sein Knie zu einem leisen „Plopp!“. Thomas bricht vor meinen Füßen zusammen. Ich zerre ihn hoch und breche ihm mit einem gezielten Ellbogenschlag die Nase. Mit einem Wimmern sackt Thomas zu Boden. Ich packe Thomas an der Kehle und trage ihn mit etwas Mühe zum Bett. Thomas fuchtelt wild mit den Händen. Auf dem Bett knie ich mich auf seine Oberarme und verpasse ihm mehrere Faustschläge. Dann fessle ich ihn mit den beiden Handschellen an die Bettpfosten und verschließe mit dem Klebeband seinen Mund. Schwungvoll werfe ich meinen Rucksack auf die Matratze und breite langsam und für Thomas gut sichtbar meine Mitbringsel aus. Angewidert bemerke ich, wie ihm die Tränen kommen. „Thomas, willst du, bevor ich beginne, wissen, warum das hier geschieht?“ Nach einer langen Pause antwortet er mit einem Nicken. „Gut. Kennst du dieses Mädchen?“ Ich halte ihm das Foto von Erika unter die Nase, das mir ihre Eltern gegeben hatten. Wieder ein zögerliches Nicken. „Weißt du auch noch, was du Erika angetan hast?“ frage ich ihn. Thomas bekommt einen Weinkrampf, den ich als „Ja!“ deute. „Dann weißt du ja, was dir jetzt bevorsteht. Ich soll dich übrigens schön von ihren Eltern grüßen. Sie haben, wie du dir sicher denken kannst, ein besonderes Interesse daran, dass du den Tod auf eine genauso grausam Art finden wirst, wie es ihre Tochter musste.“ Mit einem Ruck ziehe ich ihm seine eigene Nagelrolle über den linken Oberschenkel. Die Wunden, die ich in sein Fleisch reiße, sehen aus wie hässliche rote Krater. Thomas will schreien und windet sich wie ein Regenwurm. Ein Schlag in die Magengrube bringt ihn wieder zur Besinnung. Ich merke, dass er etwas sagen will und entferne das Klebeband von seinem Mund. Er weiß, dass Schreien ihn nicht retten wird. Sein Blick ist von Tränen der Todesangst verschwommen. „M…M…Meine F..F…Familie i…i…ist r…reich, i..ich k…könnte…“ Mit einem ruhigen aber bestimmten Kopfschütteln beende ich all seine Hoffnung, sich aus dieser Sache befreien zu können. „W….Wie….Wieso t…tun sie das? M…Macht i…ihnen d…d…das S…S…Spaß?“ „Du meinst so wie dir? Nein, Thomas. Ich erledige hier nur meinen Job“, erwidere ich ruhig. Dann knebele ich ihn wieder. „Betrachte es einfach als Katharsis-Erlebnis“, flüstere ich ihm noch ins Ohr, bevor ich zum Defibrillator greife…<br />
Eineinhalb Stunden später, es ist mittlerweile 4 Uhr früh, ist Thomas tot. Ich mache ein Foto als Beweis für die Klienten, dass der Auftrag ausgeführt wurde. Zwischendurch gehe ich immer wieder in den Keller. Sandra wird anscheinend langsam wieder wach, also muss ich mich beeilen. Ich wickle Thomas in die Bettlaken und den Matratzenschoner. Anschließend verstaue ich seinen leblosen Körper in meinen Trolley. Thomas ist ja nicht besonders groß, also passt er da gut rein. Jetzt kommt das Putzmittel zum Einsatz. Mit einem Lappen entferne ich jeden noch so kleinen Blutfleck auf dem Boden und den Bettpfosten (das meiste wurde wie geplant von meinen Laken aufgesaugt) und reinige, obwohl ich natürlich Handschuhe trage, jeden Gegenstand, den ich im Haus berührt habe. Das Putzen dauert nicht sehr lange, da ich keine großen Blutlachen verursacht habe. Mit Thomas im Trolley in der linken und meinem Rucksack mit den Folterwerkzeugen in der rechten Hand verlasse ich schließlich das Schlafzimmer. Unten im Keller bemerke ich, dass Sandra immer heftiger gegen die Schranktür tritt. Dennoch wird sie noch mindestens fünfzehn Minuten benötigen, um sich zu befreien. Bis dahin bin ich weg. Seelenruhig verfrachte ich den Trolley in den Kofferraum des Wagens. Thomas‘ Leiche werde ich mitsamt dem Koffer von einer 20 Kilometer entfernten Brücke werfen und so im Fluss versenken. Die Strömung wird dafür sorgen, dass er – wenn überhaupt – erst ein paar dutzend Kilometer weiter stromabwärts angespült wird. Ich verfrachte den Trolley in den Kofferraum und betrachte das Foto von Ziel Nummer Zwei. Der Mann dürfte nicht schwer zu finden sein. Schließlich gibt es hier in der Gegend nur einen korrupten Bullen, der neuerdings Porsche fährt. Ich schätze, ich werde ihm morgen bei seinem Jagdausflug einen Besuch abstatten.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/17/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=17&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ende mit Neuanfang</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 14:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachdenkliche Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ende mit Neuanfang]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bus soll laut Fahrplan pünktlich um 18 Uhr 27 eintreffen. Ich lehne mich bequem an einen Baum in der Nähe der Haltestelle und zünde mir eine Zigarette an. Meine kleine Tasche – und in ihr meine ganze Habe – steht neben mir. Die Sonne scheint mir unbarmherzig ins Gesicht und sorgt dafür, dass ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=15&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bus soll laut Fahrplan pünktlich um 18 Uhr 27 eintreffen. Ich lehne mich bequem an einen Baum in der Nähe der Haltestelle und zünde mir eine Zigarette an. Meine kleine Tasche – und in ihr meine ganze Habe – steht neben mir. Die Sonne scheint mir unbarmherzig ins Gesicht und sorgt dafür, dass ich schon im Stehen meinen nächsten Schweißausbruch bekomme. Nachdenklich blicke ich den Hügel hinauf.<br />
„Ich will dich hier bloß nicht wieder sehen, verstanden?“ hatte ich zu hören bekommen, als sich die Türen dort für mich öffneten. Ich nickte demjenigen, der das sagte zu und meinte scherzhaft, dass ich seine Fresse ohnehin keinen Tag länger ausgehalten hätte. Wir lachten beide.<br />
Ungefähr zwei Meter von mir entfernt steht eine alte Frau, die mit einer Mischung aus Neugier und Angst in ihren Augen mein Äußeres mustert. Zu ihrer Verteidigung: Ich bin ja auch keine alltägliche Erscheinung mit meinen Tätowierungen und einer Körpergröße von mehr als zwei Metern. Dennoch hätte mich früher allein schon ihr abschließender verächtlicher Blick unsagbar wütend gemacht. Die Dame hat Glück, dass diese Zeit für mich vorbei ist. So glotze ich einfach blöd zurück und lächle dabei still in mich hinein, während sie mir ruckartig und demonstrativ den Rücken zudreht.<br />
Es ist mittlerweile halb sieben. Der Bus ist immer noch nicht da. Noch Zeit für eine zweite Zigarette. Wohnen werde ich in der nächsten Zeit bei meiner Schwester. Eine echte Seele von Mensch! Jeder andere hätte mir wohl gesagt, dass ich zum Teufel gehen kann, aber sie erzählte mir bei ihrem letzten Besuch sogar, wie sehr sie sich auf mich freut. Ich kann es kaum erwarten, sie und ihre Familie zu sehen.<br />
„Lassen sie einfach alles, was sie in den letzten fünf Jahren erlebt haben hier zurück, wenn sich hinter ihnen die Türen schließen!&#8220; Genau das habe ich vor. Einfach neu anfangen. Tabula rasa. Endlich kommt der Bus und öffnet seine Türen. Ich schultere mit einer Hand meine Tasche und helfe mit der anderen der alten Lady dabei, die Stufen zu bewältigen. Sie bedankt sich für meine Geste. Ganz offensichtlich weiß sie nicht, ob sie jetzt verwundert oder doch verlegen sein soll. Ich setze mich in die letzte Reihe und sehe der Haftanstalt auf dem Hügel dabei zu, wie sie langsam aus meinem Blickfeld verschwindet.</p>
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		<title>Die kürzeste Kurzgeschichte der Welt (leider nicht von mir)</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 09:58:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Seid ihr bereit? Also:   &#8222;Der letzte Mensch auf der Welt saß in seinem Wohnzimmer, plötzlich klopfte es an die Tür.&#8220;   Finde ich super.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=12&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seid ihr bereit? Also:</p>
<p> </p>
<p>&#8222;Der letzte Mensch auf der Welt saß in seinem Wohnzimmer, plötzlich klopfte es an die Tür.&#8220;</p>
<p> </p>
<p>Finde ich super. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/seltsamegeschichten.wordpress.com/12/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=seltsamegeschichten.wordpress.com&amp;blog=4941773&amp;post=12&amp;subd=seltsamegeschichten&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zwiegespräch</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 17:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Zwiegespräch]]></category>

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